Mouton Rothschild 2014 | David Hockney

Kunst trifft auf Wein

Seit 1945 wird das Jahrgangsetikett für Château Mouton Rothschild von einem bedeutenden Künstler gestaltet. 

Im Lauf der Jahre ist daraus eine Sammlung von Werken der berühmtesten Vertreter zeitgenössischer Kunst entstanden, die mit jedem neuen Jahrgang um ein Bild reicher wird. Das Etikett 2014 gestaltete der britische Maler David Hockney. Der von der Pop-Art beeinflusste Künstler und Meister modernster Techniken von Acryl bis iPad verortet sich in der Tradition der gegenständlichen Malerei. 

Insbesondere der Portraitmalerei und Darstellung von Menschen und Objekten in leuchtenden Kontrastfarben widmet sich der Künstler. David Hockney war ein persönlicher Freund der im Jahr 2014 verstorbenen Baronin Philippine de Rothschild. Ihr ist sein Kunstwerk gewidmet: Zwei Gläser, das eine leer, das andere gefüllt und überstrahlt von einem Heiligenschein aus dynamisch kraftvollen Linien, erzählen die Geschichte des immer neuen und mit Spannung erwarteten Wunders der Geburt eines großen Weines – Château Mouton Rothschild, dem Baronin Philippine über so viele Jahre ein Spiritus Rector war.

David Hockney

David Hockney wurde 1937 in Yorkshire, Großbritannien geboren und zählt zu den größten Künstlern unserer Zeit. Seinen Platz im Pantheon der Maler sicherte er sich früh. Bereits 1962 graduierte er mit einer Goldmedaille am Londoner Royal College of Art. Im Jahr darauf traf er Dennis Hopper und Andy Warhol in den Vereinigten Staaten und entdeckte die Pop-Art. Hockney übernahm einen Lehrauftrag der University of California in Berkeley und Los Angeles und ließ sich in Los Angeles nieder – im Jahr 1966 eine sonnige Oase der Freiheit. Hockneys Werke sind von seiner unmittelbaren Umgebung inspiriert: Landschaften, Stillleben, Portraits von Freunden. Im Lauf der Jahre nutzte er eine Vielzahl unterschiedlichster Techniken, arbeitete mit Acryl und Polaroidfotos bis zum iPad.

Berühmt wurde Hockney mit seinen kalifornischen Swimmingpool-Bildern, in denen die menschliche Präsenz, explizit oder nur erahnt, in einer mehrdeutig sinnlichen Atmosphäre spürbar ist. Seine Portraits, ein Genre, in dem er durchweg brillierte, vereinen in ungeschönt gemalten Gesichtern die klassische Präzision eines Ingres mit der üppigen Farbfülle Van Goghs. Seine Ausstellung 82 Portraits und 1 Stillleben in der Royal Academy in London feierte soeben ihren triumphalen Abschluss. Eine Retrospektive, die 2017 in London, im Centre Pompidou von Paris und in New York gezeigt werden soll, wird die Kraft der Bilder, die Präzision der Linienführung und Modernität der eingesetzten Medien anschaulich machen, mit denen der virtuose Künstler allen Etiketten trotzt. David Hockney war ein persönlicher Freund der im Jahr 2014 verstorbenen Baronin Philippine de Rothschild. Ihr ist sein Kunstwerk gewidmet: Zwei Gläser, das eine leer, das andere gefüllt und überstrahlt von einem Heiligenschein aus dynamisch kraftvollen Linien, erzählen die Geschichte des immer neuen und mit Spannung erwarteten Wunders der Geburt eines großen Weines – Château Mouton Rothschild, dem Baronin Philippine über so viele Jahre ein Spiritus Rector war.

«Mouton ne change»

Château Mouton Rothschild Premier Cru Classé umfasst 84 Hektar Rebfläche in Pauillac, Médoc, die mit den regionstypischen Rebsorten Cabernet Sauvignon (80%), Merlot (16%), Cabernet Franc (3%), und Petit Verdot (1 %) bepflanzt sind. Die Trauben reifen hier unter außergewöhnlichen natürlichen Bedingungen, von der Lage und besonderen Beschaffenheit der Böden bis zu ihrer Sonnenausrichtung. In perfektem Zusammenspiel von alter Tradition und modernster Weinbautechnologie genießt Mouton Rothschild vom Weinberg bis in die Flasche die maximale Aufmerksamkeit seiner hochqualifizierten Winzer und Kellermeister, die für jede einzelne Rebparzelle verantwortlich sind. Alle Trauben werden von Hand in kleine Lesekistchen gelesen, an vibrierenden Lesetischen sortiert, in Eichenfässern mit transparenten Dauben vergoren und die Weine in neuen Eichenbarriques gereift. Zwei herausragende Persönlichkeiten machten Mouton Rothschild zur absoluten Spitze, Baron Philippe de Rothschild (1902-1988) und seine Tochter Baronin Philippine (1933-2014). Sie verwandelten das Château in einen Ort der Kunst und der Schönheit, mit seinem avantgardistischen großen Fasskeller, seinem Museum für den Wein in der Kunst, dessen Sammlung kostbare Objekte zum Thema Wein und Reben aus zwei Jahrtausenden umfasst, und seinem eindrucksvollen Gärkeller, der im Jahr 2013 eingeweiht wurde. Mouton Rothschild gehört heute den drei Kindern der Baronin Philippine de Rothschild: Camille Sereys de Rothschild, Philippe Sereys de Rothschild (dem als Aufsichtsratsvorsitzendem des Familienunternehmens Baron Philippe de Rothschild S.A. zugleich die Châteauleitung obliegt) und Julien de Beaumarchais de Rothschild. Gemeinsam wollen sie das Werk des Großvaters und der Mutter fortsetzen und das legendäre Motto “Mouton ne change” (dt. Mouton bleibt) auch in diesen Zeiten des Wandels unverändert fortleben lassen!

Das Etikett und die Kunst

Seit 1945 wird das Etikett für den großen Château Mouton Rothschild mit dem Originalkunstwerk eines zeitgenössischen Künstlers illustriert. 1924 hatte Baron Philippe de Rothschild (1902-1988), der Vater der Baronin Philippine, den berühmten Plakatmaler Jean Carlu gebeten, das Mouton-Etikett zu gestalten, um seine erste vollständige Schlossabfüllung des Weines zu feiern. Doch er war seiner Zeit weit voraus und so blieb das Etikett zunächst eine einmalige Aktion. Erst 1945 entschied Baron Philippe erneut, sein Etikett illustrieren zu lassen. Diesmal zur Feier des Friedens und des Sieges über die Besatzer. Der junge Maler Philippe Jullian schuf das Siegeszeichen ’V’ (für ’Victoire’) und diesmal wurde das Werk Auftakt einer langen Tradition. Seit 1946 kreiert alljährlich ein anderer Künstler ein Originalkunstwerk für das Mouton-Etikett.

Anfangs wählte Baron Philippe die Künstler unter seinen Freunden, wie Jean Hugo, Léonor Fini und Jean Cocteau. 1955 willigte Georges Braque ein, den Jahrgang zu illustrieren und schon bald gesellten sich mit Dalí, César, Miró, Chagall, Picasso, Warhol, Soulages, Bacon, Balthus, Tàpies, Jeff Koons die größten Künstler unserer Zeit hinzu. So entstand eine faszinierende Kunstsammlung, die mit jedem neuen Jahrgang um ein Werk reicher wird. Moutons heutige Besitzer Camille und Philippe Sereys de Rothschild und Julien de Beaumarchais de Rothschild waren schon früh für die Auswahl der Künstler verantwortlich, die bei vollkommenem Respekt ihrer künstlerischen Freiheit gleichwohl häufig die Reben, den Trinkgenuss oder das Mouton-Wahrzeichen, den Widderkopf zum Motiv wählten.

Als Honorar erhalten die Künstler kein Geld, sondern Mouton Rothschild Weine, darunter natürlich auch ’ihren’ Jahrgang. Auf Initiative der Baronin Philippine war diese Sammlung der Originaletiketten ab 1981 als Wanderausstellung Mouton Rothschild, das Etikett und die Kunst in zahlreichen Museen der Welt zu sehen. Heute wird sie als Dauerausstellung in einem 2013 von Baronin Philippine extra dafür geschaffenen Raum zwischen dem neuen Gärkeller und dem berühmten Museum für Wein in der Kunst auf Mouton Rothschild gezeigt.

JAHRGANG 2014

Jahrgangsbedingungen und Lese

2014 wird uns als ein Jahr der Gegensätze in Erinnerung bleiben. Nach einem typischen Bordeaux-Winter kam auch der Frühling zur gewohnten Zeit. Allerdings sorgte der überaus sonnige und trockene April für einen frühen Austrieb der Reben, insbesondere beim Merlot. Der Mai war regnerisch und kühl, der Juni geprägt von strahlendem Sonnenschein, nur sehr lokal fiel kräftiger Regen, meist infolge der Stürme am 22. und 23. Juni. Der Sommer war wechselhaft. Im Juli herrschte meist schönes Wetter bei leicht überdurchschnittlichen Temperaturen. Im August wurde es deutlich kühler und weniger sonnig. Dafür war trockener als gewöhnlich. Ende August begann dann der längste und außergewöhnlichste ‚Indian Summer’ der Bordeaux-Weinbaugeschichte. Bis Ende Oktober blieb es anhaltend sonnig, warm und trocken. Die Trauben konnten unter diesen Ausnahmebedingungen aromatisch wie phenolisch perfekt ausreifen, mit intensiver Frucht und sanftem Tannin. Die Lese verlief unter idealen Bedingungen, die Trauben wurden in aller Ruhe bei jeweils optimaler Reife eingebracht.

Lese: 19. September bis 9. Oktober 2014

Rebsorten: 81 % Cabernet Sauvignon, 16 % Merlot, 3 % Cabernet Franc

Verkostungsnotizen

Tiefrote Farbe mit purpurnem Schimmer. In der Nase elegante Aromen von reifen Früchten, unterlegt mit zarten Noten von Gewürzen und Vanille. Am Gaumen samtig, vollmundig, reif und weich. Das feste, doch seidige Tannin verleiht dem Wein seine satinierte Textur und führt uns, begleitet von einem Hauch Mineralität, in ein anhaltend langes Finale mit harmonischem Zusammenspiel von Komplexität, Opulenz und Frische.

Château Mouton Rothschild | Le Pouyalet | 33250 Pauillac | Frankreich | f: +33 5 56 73 20 20 | www.bpdr.com/en/

Lourensford Estate | Südafrika

Am Fuße der Helderberg Mountains, wenige...

Weiterlesen

Viñas del Vero | González...

Hoch oben, im Nordosten Spaniens, liegt,...

Weiterlesen

Der neue En Rama 2017 |...

Der vielfach ausgezeichnete Master...

Weiterlesen

Leckere Sommer-Pasta | Rezept

Der Sommer ist da und somit ist auch die...

Weiterlesen

Großes Finale in Jerez | Tío...

Joao Vicente, Mixologist aus der...

Weiterlesen

Süßkartoffelsuppe mit...

Lust auf eine kulinarische Reise nach...

Weiterlesen

America's Cup | Baron Philippe...

Baron Philippe de Rothschild SA und der...

Weiterlesen

Rosé | Was man wissen sollte

Frisch, fruchtig, leicht – der Rosé ist...

Weiterlesen

Die 5 Säulen der...

González Byass entführt Euch in die...

Weiterlesen

Portugal | Ein Wein-Traum

Weine aus Portugal – hier denken viele...

Weiterlesen

Parmesan | Ein Stück Italien

Parmigiano Reggiano. Das ist der wahre...

Weiterlesen

Rue Verte | Absinth aus der...

Diese Wermutspirituose hat es in sich....

Weiterlesen

Elsass | Eine beschauliche...

Das Elsass ist eine beschauliche...

Weiterlesen

La Copa Vermouth | González...

Ein neuer Wermut nach Originalrezept aus...

Weiterlesen

Vilarnau Cava | Traumhaft...

Cava und Kunst? Das kann so schön sein....

Weiterlesen