Faszination Kaiserstuhl
Großartige Weine im Keller der Familie Klumpp in Bruchsal

Tolle Weinstraße | Die Badische!

Die Superlative!

Bei einer Weinstraße denkt man an verwinkelte, verträumte, enge kleine Sträßchen entlang der Weinberge.

Die Sonne scheint und das Laub wiegt sich im Wind. Ab und an tuckert der Weinbauer mit seinem Traktor vorbei und ansonsten überwiegt die Idylle. 

Das war wohl auch die Idee einer touristischen Straße, wie die Weinstraße nun eine ist. Im eigentlichen geht es darum, die Schönheit des Landes, die Natur und die Weine, den Genuss und damit auch ein Stück der Kultur  zu präsentieren. 1935 wurde die Deutsche Weinstraße gegründet, danach kamen viele regionale Weinstraßen hinzu, heute finden wir in jedem Weinbaugebiet eine.

Stille und Idylle im Markgräflerland | http://www.schwarzwald-tourismus.info/

Von Groß bis Größer

Seit diesem Sommer gibt es unter den Weinstraßen allerdings die Superlative. Und zwar die Badische Weinstraße. Im Jahr 1954 gegründet, damals mit einer Länge von zirka 200 km, ist sie seit einigen Monaten auf fast 500 km gewachsen.

Das badische Weinbaugebiet ist in 9 Weinregionen aufgeteilt, die nun alle miteinander verbunden sind, von Rebstock zu Rebstock sozusagen. Grob gesehen geht’s vom Bodensee über das Markgräflerland, dem Tuniberg, dem Kaiserstuhl, dem Breisgau, der Ortenau in nördliche Richtung folgend, ins Kraichgau, der Badischen Bergstraße und nach Tauberfranken. Die Vielfalt dieser Gemeinden und Regionen, der Rebsorten und der Weine ist einzigartig.

Viele Winzernamen, die am Wegesrand ihre Weingüter haben sind bekannt, geschätzt und stehen für puren Weingenuss und für die Bekanntheit des Anbaugebiets Baden. Die Fülle an großartigen Weingütern ist hier im Südwesten enorm. So muss eine kleine Auswahl getroffen werden, welche Tropfen verkostet und welche Restaurants aufgesucht werden. Leider, leider eine kleine Auswahl. 

Die Terrassen am Kaierstuhl |www.http://www.schwarzwald-tourismus.info/

Der Bodensee... ein andermal

Einen Besuch am Bodensee werden wir auf das nächste Mal verschieben. Mit mehr Zeit für den See und seine Anrainerstaaten mit dem feinen Riesling x Sylvaner, Chasslas und Blauburgunder.

Das Markgräflerland

So starten wir im Markgräflerland und dort zieht es uns dann ganz gleich nach Efringen–Kirchen. Hier lebt und schafft sicherlich einer der momentan interessantesten und spannendsten Winzer, Hanspeter Ziereisen.

Seine Weine entsprechen keiner Norm, sind weit entfernt vom Mainstream. Großes bringt er aus seinen Lagen hervor – unser absoluter Favorit bei den Rotweinen ist der “Tschuggen unfiltiriert”. Ein Spätburgunder, eine Wucht, pure Ausgewogenheit, ein Traum! Bei den Weißweinen haben wir uns bereits in Berlin, bei Tim Raue, in den “Grauburgunder Jaspis Alte Reben unfiltriert” verliebt. Das ist die perfekte Harmonie von Dichte, Struktur, Körper und Eleganz. Ein weiteres Highlight war der “Hard Chardonnay”, ebenfalls unfiltriert. Unglaubliche Weine zaubert Hanspeter, zusammen mit seiner Frau Edeltraut, aus dem Keller.

Der gelernte Tischler ist ein Paradebeispiel eines Ausnahmewinzers. Er setzte immer seine eigenen Ideen vom Wein und vom Weinbau um. Spontanvergärung, eine lange Maischestandzeit, ein langes Hefelager und ein gekonnter Fasseinsatz zeichnen ihn und seine Weine bis heute aus.

Aber leider heißt es nach dem letzten Glasl, nach diesen Glücksmomenten, weiter ziehen: “Ziereisen ade!”

Auf zum Fritz

Richtung Kaiserstuhl geht’s nun zum “Schwarzen Adler”  und zu Fritz Keller.

Ein Glasl auf der Terrasse seines neuen Weingutes ist die perfekte Einstimmung auf ein Abendessen im Schwarzen Adler. Einer Institution, die seit vielen Jahrzehnten für erstklassige Küche steht. Und das Herausragende sind neben den traditionellen und ausgezeichneten Speisen auch die Weine. Nicht nur die von seinem eigenen Weingut, sondern auch die so fein und fair kalkulierten Weinpreise. Fritz Keller hat die Idee seines Vaters übernommen, Großes aus Bordeaux und Burgund zu äußerst angenehmen Preisen anzubieten. Eine Idee, die leider in vielen Restaurants nicht so angeboten wird wie bei dem Keller Fritz.

Durbach und das Schloss

Nach viel Genuss und vielen kulinarischen Höhepunkten geht’s weiter Richtung Ortenau. Um etwas Zeit zu gewinnen, verlassen wir die Badische Weinstraße und fahren über die A5 zum nächsten Abschnitt dieser Superlativen Route. Auf dem Schloss Staufenberg erwartet uns Klingelberger Riesling den wir einfach mögen. Typisch für Baden ist, dass die Säure sich als eine leichte Untermalung präsentiert. Geprägt wird der Wein von tollen und komplexen Fruchtaromen. Auf den Granitverwitterungsböden der Ortenau bringt der Markgraf von Baden finessenreiche, elegante Weine aus der Burgunder Rebsorte hervor. Tradition im Keller, wie auch im Weinberg wurde bis vor einigen Jahren hochgehalten, doch mittlerweile hat ein Umbruch statt gefunden und die Weine sind nun lebenslustiger und attraktiver. Finesse und Spaß im Glas!

Und, einen kleinen Vorteil hat das Verweilen bei Flammenkuchen und “Wieswie” auf dem Schloss mit diesem wunderbaren Ausblick ins Rheintal und zu den Nachbarn ins Elsaß eben auch – der Wein schmeckt und statt einem Glasl werden es eben zwei oder drei. Abschied tut weh, vor allem bei solch einem Fleckchen Erde.

.... Herrlich so ein bisschen Heimaturlaub!

Im Keller der Klumpps's

Die Klumpp’s – zwei tolle Winzer

Weiter geht’s - wir schlängeln uns in nördliche Richtung, lassen die Ortenau hinter uns und fahren in den Norden, ans andere Ende der Badischen Weinstraße, nach Bruchsal, zum Weingut Klumpp. Hier sind die Brüder Markus und Andreas für großartige Weine verantwortlich. Was 1983 im Hinterhof durch ihre Eltern begann, ist nun zu einem der Vorzeigebetriebe Badens und vor allem für die Region Kraichgau geworden. Die beiden Burschen haben mit einem enormen Qualitätsstreben, mit viel Leidenschaft und Hingabe ihr Weingut an die Spitze gebracht. Angebaut werden eine Vielzahl von Reben. Zum einen die klassischen Burgundersorten, aber auch Lemberger, Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc und das alles biologisch!

Unser Favorit ist der Weiherberg Pinot Noir – ein großer Spätburgunder mit einer feinen, dichten Tanninstruktur und ganz viel Eleganz. Bei den Weißweinen ist die Lage Kirchberg unser Highlight. Die auf den Lößböden gewachsenen Weißburgunder und Chardonnays haben eine Finesse, eine Feinheit und ganz viel Klasse – ganz wunderbar. Und vor allem auch Potential. Viel Potential. Ganz viel Potential!

So können 500 km auch sehr genüsslich sein, wenn auch nur auf die Schnelle.

Das nächste Mal mit mehr Zeit und wieder ganz viel Wein.

Wer solche Weine macht, hat gut lachen. Die Familie Klumpp!

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